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ROI & Kosten·8. Februar 2026·7 Min. Lesezeit

Manuelle Arbeitszeiterfassung kostet mehr, als Sie denken - eine ROI-Rechnung aus der Praxis

In einem Betrieb mit 40 Beschäftigten kostet manuelle Arbeitszeiterfassung still und leise 50.000 bis 80.000 Euro im Jahr: Zeitdiebstahl, Lohnfehler, Verwaltungsaufwand. So sieht die Rechnung aus, mit Quellen.

- hours24 Team

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Photo: Mediamodifier / Unsplash

Wenn Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen auf die Preisliste einer Workforce-Software schauen, wirken 4 Euro pro Nutzer und Monat wie eine zusätzliche Abgabe. Der richtige Vergleich lautet aber nicht „4 Euro zahlen statt 0 Euro“, sondern „4 Euro zahlen, um 20 Euro zurückzuholen“. Hier ist die Rechnung, mit Quellen.

Die drei Töpfe versteckter Kosten

Manuelle Arbeitszeiterfassung - Stundenzettel auf Papier, Excel, einfache Stempeluhren - verliert an drei Stellen Geld: Zeitdiebstahl, Fehler in der Lohnabrechnung und Verwaltungsaufwand der Führungskräfte.

1. Zeitdiebstahl: rund 2,2 % der Bruttolohnsumme

Stempeln für Kollegen, großzügig gerundete Kommt-Zeiten, verlängerte Pausen, nicht erfasstes früheres Gehen. Die American Payroll Association beziffert die Verluste durch Stempeln für Kollegen auf 2,2 % der Bruttolohnsumme, und 43 % der Beschäftigten im Stundenlohn geben zu, ihre Stunden zu übertreiben. Der Gesamtschaden in den USA wird auf 450 bis 550 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.

2. Fehler in der Lohnabrechnung: rund 0,5 % der Bruttolohnsumme

Übertragungsfehler, übersehene Überstunden, falsch angesetzte Pausenabzüge. Erzwungene Korrekturen kosten doppelt: das Vertrauen der unterbezahlten Beschäftigten und die Zeit für den erneuten Lauf der Lohnabrechnung. Branchenüblicher Schätzwert: 0,5 % der Bruttolohnsumme gehen durch Fehler und Nacharbeit verloren.

3. Verwaltungszeit der Führungskräfte: Stunden in jeder Woche

Der Posten, den niemand sieht. Eine typische Schichtleitung verbringt 4 bis 6 Stunden pro Woche mit der Prüfung von Stundenzetteln, Konflikten in der Dienstplanung, Urlaubsfreigaben und Rückfragen zu erfassten Zeiten. Bei einem Vollkostensatz von 30 Euro pro Stunde sind das 6.500 bis 9.400 Euro pro Führungskraft und Jahr.

Die Rechnung für 40 Beschäftigte

Ein Unternehmen mit 40 Beschäftigten, 16 Euro Durchschnittslohn pro Stunde und 4 Führungskräften:

  • Bruttolohnsumme pro Jahr: 1.126.400 € (40 × 1760 h × 16 €)
  • Zeitdiebstahl bei 2,2 %: 24.781 €/Jahr
  • Fehler in der Lohnabrechnung bei 0,5 %: 5.632 €/Jahr
  • Verwaltungsaufwand: 4 Führungskräfte × 5 h/Woche × 52 × 30 € = 31.200 €/Jahr
  • Gesamter Abfluss: rund 61.613 €/Jahr

Was Automatisierung tatsächlich zurückholt

Ein KI-gestütztes System mit biometrischer oder GPS-basierter Zeiterfassung und automatischer Schichtplanung holt üblicherweise 60 bis 85 % davon zurück. Rechnen wir konservativ mit 75 %: 61.613 € × 0,75 = 46.200 € pro Jahr.

Ein Hinweis, der in diese Rechnung gehört: Biometrie-Terminals und GPS-Stempeln sind technische Einrichtungen, die Verhalten und Leistung überwachen können. In Betrieben mit Betriebsrat ist ihre Einführung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zwingend mitbestimmungspflichtig, es braucht also eine Betriebsvereinbarung. Planen Sie dafür ein paar Wochen ein, bevor die erste Einsparung wirksam wird.

Kosten von hours24: 4 € pro Nutzer und Monat × 40 × 12 = 1.920 € pro Jahr.

Netto-Rückfluss pro Jahr: rund 44.280 €, also ein 23-facher ROI - noch bevor Sie die zurückgewonnenen Abende Ihrer Führungskräfte einrechnen.

Zahlen, die Sie selbst prüfen sollten

Der Wert von 2,2 % stammt aus US-Daten der APA. In unserem europäischen Kundenstamm sehen wir je nach Branche 1,5 bis 3 %: Baukolonnen liegen eher am oberen Rand, Büroteams eher am unteren. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen im ROI-Rechner auf unserer Startseite.

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